Bali 2.0

Dienstag, 03.07.2018

Im Airport in Denpasar kamen wir erst spät und müde an. Als wir unser Gepäck hatten und raus in das warme Klima von Indonesien traten, waren wir erstmal umzingelt von Taxifahrern. Die sind wirklich verrückt und verfolgen einen schon fast.

Da wir noch keine Simkarte hatten, konnten wir diesen wuseligen Platz aber auch nicht verlassen, denn wir wollten ja eigentlich ein Grab oder GoJek bestellen… Alles war in dem Moment ziemlich schwierig, deswegen haben wir beschlossen, erstmal zu dem ‘domestic terminal’ zu gehen. Immerhin kannten wir uns da etwas aus, wussten, wo Grab uns abgeholt hatte und es gab kaum gruselige Taxifahrer!

Auf dem Weg dorthin wurden wir wieder angesprochen. Unsere Nerven waren ziemlich am Ende, deswegen haben wir versucht, mit dem Mann einen für uns anständigen Preis runter zu handeln.

Das hat ganz gut geklappt und wir kamen endlich vom Flughafen weg und später im Hotel in Kuta an.

Da gab es für uns noch eine kleine Überraschung, denn die Rezeption war zwar noch geöffnet, aber diesmal hatte sich Chris mit dem Monat vertan.

Zum Glück gab es keine großen Probleme, alles einen Monat nach vorn zu verschieben und wir konnten direkt in unser Zimmer.

Am nächsten Tag haben wir ein kleines Restaurant entdeckt, ganz in der Nähe von unserem Hotel. Da haben wir dann die 2 Tage lecker gefrühstückt.

Nach dem Frühstück sind wir etwas in der Stadt rumgelaufen (dieses Mal waren wir etwas weiter oben in einem anderen Bezirk) und haben uns dann an den Strand gelegt. Für ein paar Stunden hatten wir uns zwei Liegen gemietet, das war schon entspannend. Denn überraschenderweise war der Strand auch gar nicht schmutzig also man hat wirklich kaum Müll gesehen! Vielleicht liegt es an der kommenden Hochsaison oder an einer Umweltorganisation, was auch immer da passiert ist, es ist gut so!

Zwischendurch haben wir uns Eis geholt und waren dann pünktlich um 16:30 Uhr bei dem ‘Turtle Sanctuary’. Dort gab es schon reichlich Interessierte, sie wussten wohl dasselbe wie wir.

Jeden Tag um die Uhrzeit schlüpfen dort nämlich kleine Schildkröten, wovon man eine höchstpersönlich in einer kleinen Schüssel zum Strand tragen darf.

Es gab so viele kleine Schildkröten. Als jeder eine hatte und am Strand wartete, durften wir die Schildkröten runterlassen und das Rennen war angesagt.

Das war echt ein spannender Moment. Vor allem, wenn man im Wasser steht, und die kleinen Schildkröten einem um die Füße gespült werden.

Als so ziemlich alle Schildkröten weiter draußen im Meer aus unserer Sicht verschwanden, sind wir zurück zum Hotel.

Wir haben uns umgezogen und sind dann in der Nähe vom Kuta Square essen gegangen. Danach wollten wir unbedingt mal eins von den Aquarien mit den Haut knabbernden Fischen ausprobieren und haben dann noch spontan eine Rückenmassage ran gehangen. Hier kann man es sich gut gehen lassen!

Beim Check Out haben wir unsere frisch gewaschene Wäsche wieder bekommen (zwei riesige Pakete und alles gebügelt und gefaltet!) und sind dann zu unserem bestellten Gojek Auto, um nach Ubud gefahren zu werden.

Ubud ist ein Ort, inmitten von vielen Reisterrassen weiter oben im Land. Unser Hotel war etwas außerhalb, aber mit dem Roller konnte man gut in die Stadt fahren und das Hotel selbst war super schön! Wir wurden sogar mit frischen Blumen auf dem Bett begrüßt!

An dem Tag sind wir dann auch gleich nach Ubud rein und haben den berühmten Affenwald besucht.

Wir sind dort durch geschlendert, haben uns ein paar der Tempel innerhalb des Parks angeschaut, einer Zeremonie zugeschaut und natürlich die Affen beobachtet.

Nachdem wir ein paar Leckerbissen gefunden haben (Mais lieben die besonders!), haben sich Äffchen auch auf uns heraufgetraut. Bei den großen Affen sollte man aber lieber Abstand halten und notfalls das Futter fallen lassen. So einen großen Affen auf sich zu haben, ist ganz sicher kein Spaß…

Später sind wir etwas durch die Stadt gelaufen und haben ein kleines Lokal entdeckt, in dem wir dann gegessen haben.

Dort hat uns eine Mitarbeiterin wegen eines Kochkurses angesprochen, denn das bietet sie als ihren 2.Job an. Sie hat uns ein gutes Angebot gemacht und, da wir das sowieso vorhatten, haben wir ihr zugesagt!

Nach ein bisschen shoppen sind wir dann auch zurück zum Hotel.

Am folgenden Tag hatten wir viel geplant. Wir sind zu einem Tempel gefahren, der vor einem Berg im See angelegt ist. Dafür brauchten wir aber knapp 1 ¾ Stunde mit dem Moped… Als es kaum mehr auszuhalten war, auf dem Ding zu sitzen, haben wir einen Stop gemacht.

Da trafen wir auf einen Mann, der sich für Tiere einsetzt und nicht möchte, dass sie eingesperrt werden. Wir konnten das kaffeeproduzierende Luwak streicheln und auf den Arm nehmen und die Fledermaus und die 5m lange Python beobachten.

Tatsächlich waren die Tiere bei dem Mann vollkommen freiwillig und hätten jederzeit verschwinden können!

Direkt daneben war ein Café mit Blick auf die Reisterrassen. Da haben wir uns dann ausgeruht und uns eine (Erdbeer-)Pizza gegönnt.

Nach ein paar weiteren Minuten Fahrt kamen wir dann in dem kleinen Ort am See an, wo sich der Tempel befindet. Nach ein bisschen Gurkerei haben wir endlich den Tempel gefunden und haben das Moped geparkt.

Leider war das alles nicht so spektakulär wie man es sich vielleicht vorstellt, aber es war trotzdem ein schöner und besonderer Ort.

Danach sind wir weiter zu der Jatiluwih Reisterrasse gefahren, sind dort durch die Felder spaziert und haben einen Reistee probiert!

Unser gebuchter Kochkurs hat am Morgen des Tages danach stattgefunden. Um 8 Uhr wurden wir abgeholt und sind dann mit ein paar weiteren Besuchern zu einem kleinen Markt gefahren, wo die Locals einkaufen. Unser Guide hat uns vieles über die Waren erzählen können und, damit wir auch nicht mitbekommen müssen, wie die noch quicklebendigen Hühnchen ihren Kopf verlieren, waren wir nach unserem Rundgang auch schnell wieder weg.

Weiter gefahren sind wir dann zu einem üblichen Zuhause der Balinesen. Dabei sieht der ganze Bereich schon ziemlich wie eine kleine Festung mit Tempel aus. Es gibt auch verschiedene Regeln, an die sich jede Familie halten muss, wie zum Beispiel, ein Schild vor dem Grundstück, das erklärt wie viele Menschen dort zuhause sind.

Danach sind wir dann bei der Kochschule angekommen, haben zusammen Opfergaben aus Blättern und Blumen hergestellt, welche die Balinesen hier jeden Tag herstellen, um ihre Götter zu ehren.

Aber jetzt geht es an die Zutaten! Wir haben eine ganze Menge unterschiedlicher Gerichte gekocht, von der Vorspeise über die Hauptspeise bis zum Nachtisch. Es war ziemlich interessant zu sehen, mit welchen Zutaten und auf welche Art und Weise gekocht wird.

Als wir mit allem fertig waren, wurde das Buffet eröffnet und wir haben uns durch alles durchprobiert. Natürlich hat man beim Kochen vorher auch schonmal ab und zu genascht…

Am Abend sind Chris und ich wieder nach Ubud reingefahren, sind über den Markt geschlendert, haben ein paar Souvenirs für uns entdeckt und haben später eine traditionelle Tanzperformance besucht. Diese Vorstellung hat eineinhalb Stunden gedauert, was schon etwas lange war, aber wir haben die Show aufmerksam verfolgt bzw. versucht zu verfolgen von daher ging die Zeit gut herum.

An unserem letzten Tag haben wir einen Wasserfall besucht, wobei das Wasser leider nicht so klar war also in der Hinsicht schlägt Neuseeland das kleine Bali aufjedenfall! Trotzdem war es ganz lustig, über die kleinen Bambusbrücken zu laufen und die Füße abzukühlen.

Man konnte auch erstaunlich nah an die Kante neben dem Wasserfall, natürlich haben wir darauf geachtet, nicht zu nah heran zu treten, wodurch ein paar schöne Bilder entstanden sind.

Wir sind kurz zurück ins Hotel, ich bin in den Pool gesprungen und dann ging es auch wieder weiter rein nach Ubud. Wir wollten eine Yoga Stunde im ‘Yoga Barn’ mitmachen. Nach dem entspannenden Yoga sind wir an unserem letzten Abend in Ubud herumspaziert, konnten unsere Fähre zu den Gili Insel buchen und haben mal wieder unsere Füße in einem Spa abknabbern lassen.

Die Gili Inseln gehören zu Balis Nachbarinsel Lombok und befinden sich im Osten von Bali. Leider haben wir nicht genügend Zeit auch Lombok zu erkunden, aber die Gilis sind auch schon etwas besonderes.

Am nächsten Morgen sind wir mit einem Shuttle nach Padangbai, von wo unsere Fähre in 2 Tagen abfahren würde.

An dem Tag haben wir den White Sand Beach besucht, die Wellen waren riesig!

Am Tag danach ging es dann nochmal auf einen längeren Trip zum Tempel Lempuyang, der den berühmten Blick auf den aktiven Vulkan Mount Agung hat. Leider war es in letzter Zeit sehr bewölkt, an dem Tag hat es sogar öfters geregnet, deswegen konnten wir den Agung fast bis gar nicht sehen. Stattdessen standen wir dann in den Wolken!

Danach sind wir gleich weiter zum nächsten Tempel: Tempel Taman Tirta Gangga. Das besondere an diesem Tempel ist, dass es zum größten Teil aus mehreren Teichen bestand, in denen kleine Steinsäulen standen. Dadurch konnte man ‘über das Wasser laufen’ und die riesigen Fische anschauen.

Als das Wetter wieder schlechter wurde, haben wir uns auf den Rückweg nach Padangbai gemacht.